SUPERMAN-DER MANN AUS STAHL #2
AUTOR: Mark Schultz, Joe Kelly
ZEICHNER: Doug Mahnke, German Garcia
Da in den USA zur Zeit vier Superman-Serien parallel laufen, brauchen wir hier alle Specials und Sonderbände, um mit den Amerikanern Schritt halten zu können; Gleichzeitig bedeutet dies aber auch, dass eine Storyline innerhalb der laufenden Serie nur jeden zweiten Monat fortgesetzt wird. Wer also sehnsüchtig auf Superman#2 gewartet hatte, um zu erfahren, wie die Geschehnisse des Vormonats weitergehen, muss sich zunächst erst mit zwei anderen Handlungen begnügen.
Doch das soll uns mal nicht weiter stören, denn auch für "Man of Steel" und "Action Comics" stellte DC komplett neue, hochmotivierte Kreativ-Teams ein. Während Mark Schultz uns in der ersten Episode mit einer actionreichen Story um Superman's Festung der Einsamkeit fesseln kann, ist das Highlight des Heftes aber auf jeden Fall der zweite Teil, ein brillant geschriebener Einteiler von Joe Kelly. Mit der Einführung der neuen Gegnerin La Encantadora, eine mehr als gelungene Abwechslung zu den üblichen "Schlag alles klein und hole die Weltherrschaft-Schurken", kommt es zu einer nicht ganz ernst gemeinten Verfolgungsjagd um den Globus. Auch wenn manchmal nicht ganz klar wird, wo die Pointe der Geschichte liegen soll, gelingt es Kelly immer, den Drahtseilakt zwischen Komik und Dramatik mühelos zu meistern, nicht zuletzt, dank der eindeutig zweideutigen Dialoge zwischen den beiden Protagonisten. Die Zeichnungen sind ebenfalls überdurchschnittlich und verleihen Superman -wie schon im Vormonat- Leben und Charakter. Der Verantwortliche für die zweite Geschichte, German Garcia, sollte außerdem eine Auszeichnung für seine Arbeit an meiner neuen Lieblingsschurkin La Encantadora erhalten, hehe.
FAZIT:
Nun konnten alle der vier neuen Autoren ihr erstes Stelldichein geben. Auch die zweite Ausgabe bleibt nicht hinter den hohen Erwartungen zurück, wieder kann man Superman allen Fans, aber auch Neueinsteigern, nur wärmstens ans Herz legen. Die Mischung aus -endlich wieder- überzeugenden Actionszenen, gelungenen Zeichnungen, glaubwürdigen Charakteren und ungezwungenem Humor reißt den Mann aus Stahl aus dem Bild des "Oberspießers" heraus und lässt ihn in einem zeitgemäßen Licht erstrahlen.
Wertung: 4,0 von 5
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