Comicfanpage.de - Rezension: Hulk vs. Superman
MARVEL CROSSOVER #22 - HULK vs. SUPERMAN

TREFFEN DER GIGANTEN
(US-The Incredible Hulk vs. Superman #1)
 

AUTOR: Roger Stern
ZEICHNER: Steve Rude
INKER: Al Milgrom
ÜBERSETZER: Jürgen Petz
LETTERING: RAM
REDAKTION: Christian Grass
LAYOUT: Mario Corticelli

Man nehme den Hulk, den stärksten Helden des Marvel-Universums, dem die Explosion einer Gamma-Bombe unfaßbare Kräfte gab und der den Geist eines kleinen Kindes besitzt und man nehme Superman, den Mann aus Stahl, den ersten, mächtigsten und zugleich wichtigsten Helden des DC-Universums, der als Kind seiner explodierenden Heimatwelt, Krypton, mit Hilfe eines Raumschiffes entkam und auf der Erde durch seine ungewöhnlichen Kräfte zum Superhelden wurde. Doch was geschieht, wenn diese beiden Helden, die mächtigsten und stärksten in ihren Universen auf einander treffen? Das erzählen die Comic-Legende Roger Stern und einer der angesehensten Zeichner der letzten Jahre, Steve Rude, der durch sein Werk "Nexus" berühmt wurde und nun mit "Children Of The Atom", einer Story aus der X-Men Reihe, erneut von sich reden macht. Das Ergebnis ist ein Klassiker, ein wirklich atemberaubendes Crossover der Superlative. Die Story ist ziemlich simpel, trotzdem interessant.

Die Geschichte spielt in den Anfangszeiten der beiden Hauptfiguren, als es noch einiger massen gut um den Hulk steht und Superman erst kürzlich nach Metropolis gezogen ist. Nach sehr langer Zeit verwandelt sich Dr. Bruce Banner durch einen schlimmen Alptraum in den Hulk. Er flieht aus seiner Behausung in der amerikanischen Steppe und verwüstet auf seinem Weg ein paar kleine Ortschaften. Plötzlich kommt ihm der Mann aus Stahl entgegen, Superman. So kommt es zum ersten Treffen zwischen den beiden Figuren. Doch aufgepasst, wer denkt, dies wäre alles, der irrt. Prompt erscheinen auch alle anderen Nebenfiguren, da wären general Ross, Betty, Lois Lane und der widerliche Lex Luthor, der im Mittelpunkt der Story steht. Sein Ziel ist es, den Hulk unter Kontrolle zu bringen, er möchte mit dessen Hilfe seinen Erzfeind, Superman, bezwingen. Als dies schief geht, greift er auf Banner´s Gamma Kanone zurück und hofft so sein Ziel zu erreichen. Leider kommt es am Ende anders, denn die Beiden, Hulk und Superman, vereinen sich nach zwei sinnlosen Kämpfen gegen Luthor und zerstören die Gamma Kanone. Am Ende kann Lex Luthor zwar nicht siegen, doch er kommt wie üblich ungeschoren davon. Zurück bleibt eine zerstörte Gamma Kanone und ein verwirrter Ross, der nicht fassen kann, dass der Hulk ihm geholfen hat. Immerhin ein gutes Ende, leider nur für diese Geschichte, denn in Wirklichkeit ist Betty vor Kurzem an einer Strahlenvergiftung gestorben, Bruce Banner und der Hulk erlitten dadurch einen starken Zusammenbruch und niemand weis, wo sich beide aufhalten.

FAZIT

Das Heft hat mir persönlich sehr gut gefallen. Als echter Superman und Hulk Fan konnte ich mir solch ein Ereignis natürlich nicht entgehen lassen. Die Story ist sehr "realistisch" und bodenständig. Es gibt keine großen hohlen Kampforgien oder überflüssige Szenen wie dies oft der Fall ist, bei Superhelden-Stories aus dem Hause Marvel. Auch die Zeichnungen überzeugten mich, trotz der Tatsache, dass sie in einem alten Stiel gezeichnet waren und nicht die Kolorierung von Heute haben. Die Geschichte ist gut in die regulären Serien der Beiden einzusetzen und bringt die Leser beider Serien nicht aus dem Gleichgewicht. Die 5,95 DM haben sich wahrlich gelohnt, den nirgends bekommt man 52 Seiten in Prestigeformat mit so einer guten Story aufgesetzt, als hier. Also, jeder, der nur irgendwie eine Bindung zu einem der beiden Figuren hat, der sollte sich das Teil unbedingt anschaffen, es ist ein Klassiker unter der Superhelden-Heften.


 



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