Speed Comics

Astro City #9

(enthält US-Astro City (vol.2) #11-#13)

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Text

Kurt Busiek

Zeichnungen

Brent Anderson

Inking

Will Blyberg

Übersetzung

Claudia Fliege

Lettering

Matthias Rottler

EVT

?

Kolorierung

Alex Sinclair

Seitenzahl

72 Seiten

Redaktion

Bernd Kronsbein & Martin Budde

Preis

8,50 Euro

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Rezension

Dieses Mal mit drei US-Ausgaben, also mit 50% mehr Inhalt: Astro City #9.

Die ersten zwei Hefte drehen sich nur um Jack-in-the-Box. Dieser bekommt es bei einem nächtlichen Streifzug mit einem offensichtlichen Nachahmer von ihm zu tun. Dieser ist aber vollgepumpt mit technischen Hilfsmitteln und kennt keine Gnade mit seinen Gegnern. Er behauptet der Sohn von Jack zu sein, der durch eine Zeitreise in seine Zeit gekommen ist. Er hat in der Zukunft Jacks Erbe angenommen, das Verbrechen in seiner Zeit zu bekämpfen. Jedoch hat das Verbrechen überhand genommen und er gibt einem Menschen dafür die Schuld: Seinem Vater, der nicht hart genug mit Verbrechern umgegangen ist. Aus diesem Grund muss er ihn töten.

Wäre das nicht schon schlimm genug, hat auch noch ein zweiter Sohn aus einer Zukunft die Gegenwart erreicht, in der Jacks Erbe wie eine Religion weitergegeben wird. Als dieser Sohn merkt, dass Jack-in-the-Box einige für ihn wichtige Zitate, die Jack von sich gegeben haben soll, gar nicht so ernst nimmt, gibt es für ihn nur ein Urteil: Dies kann nicht sein echter Vater sein und der Mann in Jacks Kostüm muss folgerichtig ein Ketzer sein.

Wie kommt Jack-in-the-Box damit zurecht?

Das dritte Heft geht in eine ganz andere Richtung. Wir verfolgen die Lebensgeschichte von Loony Leo. Dieser war in den 40ern ein Cartoonstar und wurde bei einem Kampf des Gentleman mit Professor Borzoi von dessen Einbildungsstrahler unabsichtlich zum Leben erweckt. Zuerst wurde er der Gehilfe des Gentleman, später dreht er mehrere Spielfilme, die alle Kassenschlager wurden. Doch irgendwann war auch seine Zeit vorbei und er musste sein Geld mit einer billigen Kindershow verdienen. Bis zu dem Zeitpunkt, als er in den Drogentod einer prostituierten Jugendlichen verwickelt wurde, was sein Leben für immer verändern sollte.

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Fazit

Astro City ist schlicht und einfach genial. Schade, dass es so selten erscheint. Wer nach der Inhaltszusammenfassung der ersten beiden Hefte denkt, es würde sich um ein schlichtes Superheldenheft handeln, liegt falsch. Vordergründig steht zwar der Kampf der zwei Söhne mit ihrem Vater, jedoch ist die Geschichte viel tiefgründiger und wirft Fragen auf, die man eigentlich schon bei den normalen Superheldenheften hätte fragen sollen, worauf aber bisher wohl noch niemand gekommen ist. Die zweite Geschichte geht sogar noch einen Schritt weiter, denn dort gibt es die vordergründige Geschichte um Superhelden erst gar nicht, sondern wir erleben die tragische Geschichte eines Cartoonhelden, der zum Leben erweckt wurde.

Die schönen Zeichnungen von Brent Anderson passen einfach immer perfekt.
Astro City #9 ist ein Heft, das die 10 zweifellos verdient.

(10 Punkte)
So bewerten wir

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