Speed Comics

Bonerest #1: Seltsame Tage

(enthält IT-Bonesrest #0-2 und Bonerest Special: Mr. Vain)

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Text

Matteo Casali

Zeichnungen

Giuseppe Camuncoli, Stefano Tirelli

Inking

Giuseppe Camuncoli, Gabriele DiBendetto

Übersetzung

Michael Leimer

Lettering

RAM Studio

EVT

2000

Kolorierung

Mirko Grisendi, Christian Aliprandi, Davide Turotti, Gabriele DiBendetto, Claudia Miari, Fabio D'Auria, Christina Silingardi, Simona Zambelli

Seitenzahl

140 Seiten

Redaktion

Andrea C. Ciccarelli, Bernd Kronsbein, Martin Budde

Preis

12,50 Euro

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Rezension

Adam Boon, ein Wesen ohne Mund, kommt nach New York und lernt die Kellnerin Peace kennen. Sie verlieben sich ineinander und nach einer gemeinsamen Nacht muss Bone, so genannt von den Freunden Peace's, einen Verrückten namens Mr. Vain bekämpfen, der den Leuten den Willen zum Leben nimmt, damit das Blut in ihnen frei sein kann.
Da Bone nicht dorthin zurück will, wo er herkommt, erscheint promt der nächste Spinner: Er nennt sich selbst Martyr und reinigt die Menschen von ihren Sünden. Er nimmt Peace gefangen und Bone macht sich auf zum Showdown, während die Ratten anfangen New York zu überschwemmen...
Zum Abschluss gibt's noch das 16-seitige Bonerest Special zu Mr. Vain, dass dessen Leben und Taten etwas näher aus der Erzählerperspektive und in den Farben schwarz-weiß-rot beleuchtet.

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Fazit

Dies ist ein sozialktitischer Horror-Undergroundcomic aus Italien, der größenteils nur duch die Zeichnungen beeindruckt. Die Geschichte wird meist recht spannungsarm erzählt, die Nebenfiguren, vor allem Pekaboo, wirken durchweg recht steif und die Handlung kommt einem auch irgendwie bekannt vor. Ich habe die Handlung nur grob umrissen, da ich sonst viele Figuren aufzulisten hätte, über die nichts bekannt gegeben wurde. Der Band hat viele Fragen offen gelassen. Da dies allerdings erst der erste Band ist und eine Fortsetzung in Planung ist, solte man abwarten, wie sich die Geschichte entwickelt. Vielleicht steckt ja ein Masterplan hinter dem (bisher) ziemlich wirren Zeug.
Nun aber zu den Zeichnungen: Guiseppe Camuncoli hat nicht umsonst den Sprung in die USA zu den Serien Swamp Thing, Hellblazer, Spider-Man's Tangled Web und Batgirl geschafft. Sein dynamischer Stil bleibt einem noch lange nach Lesen des Bandes in Erinnerung. Sein Stil liegt irgendwo zwischen denen Mike Wieringos und Mark Hempels, allerdings übertrumpft er beide in Puncto Dynamik.
Leider kann die Kolorierung da nicht mithalten, sie ist zwar schön anzusehen aber leider oft ungenau und lässt so manch eine Stelle weiß bleiben. Das nervte mich beim Lesen doch erheblich. Außerdem passt so ein Bonbon-Farben-Stil nicht unbedingt zu einem Horrorcomic. Auch das Farbexperiment im Mr. Vain-Special gefällt mir nicht, irgendwie wirkt die schwarz-weiß-rote Farbgebung nicht so, wie sie es sollte. Es wäre vermutlich besser gewesen, auf Farbe zu verzichten.
Die Übersetzung ließt sich ganz passabel, allerdings auch ab und an sehr seltsam.
Insgesamt kann ich den Band fast nur aufgrund der Zeichnungen empfehlen, die laue Story hat die Punktzahl um einiges nach unten korrigiert.

(5 Punkte) So bewerten wir

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