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Speed Comics U.S. Uncle Sam Paperback (enthält US-Uncle Sam #1-2) |
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Text Steve Darnall & Alex Ross Zeichnungen Alex Ross Inking - Übersetzung Sven-Eric Wehmeyer Lettering Matthias Rottler |
EVT 1998 Kolorierung - Seitenzahl 100 Seiten Redaktion Bernd Kronsbein & Martin Budde Preis 24,80 DM |
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Rezension Sam plagen Alpträume. Er weiß nicht mehr, wer er ist. Das einzige was er weiß, ist, dass er in der Aufmachung von Uncle Sam auf der Straße lebt. Mehrmals am Tag überkommen ihn Erinnerungen, Stimmen und Gedanken von anderen Personen. Er sieht, wie Leute gegen Homosexualität protestieren, wie ein amerikanischer Sheriff einen Kriminellen zusammenschlägt, wie ein 14jähriger Junge hingerichtet wird, zum 100.000sten Mal sieht er die Ermordung von Kennedy. Er weiß nicht was es bedeuten soll. Danach wacht er immer irgendwo anders auf.
Dann überkommt ihn die Erinnerung an einen Mann, der aussieht wie er. Er weiß nicht mehr, ob er es ist. Der Mann streitet sich mit seiner Frau. Er will in den Krieg ziehen, aber sie hält es für zu gefährlich.
Als er wieder aufwacht, hat ihm jemand die Schuhe geklaut.
Überall sieht er Zeichen, wie das "I want you" oder Lieder, die von Amerika erzählen.
Als er das nächste Mal aufwacht, ist er auf einmal in einem Antiquitätenladen in Texas.
Dort findet er eine Mütze von Davy Crocket, die ihn sofort in die Zeit der Indianer versetzt. Die weißen Männer haben sie total abgeschlachtet. Unzählige Verträge wurden abgeschlossen, jeden davon haben die Amerikaner gebrochen. Danach sieht er wie eine Bande von Männern einen Schwarzen lynchen. Sie haben ihm Ohren und Finger abgeschnitten und mit Korkenziehern auf ihn eingestochen.
Immer mehr Tagträume überkommen ihn. Er ist auf einem Schlachtfeld und spürt die Qualen der Menschen mit. Er sieht wie ein Gefängniswächter eine Gefangene vergewaltigt. Er sieht wie an der Grenze eine Familie geschnappt wird, die sich in einem Kofferraum versteckt hat, er sieht abgebrannte Häuser, zerstörte Leben.
Als er wieder aufwacht liegt er auf dem Boden einer Herrentoilette, direkt unter den Augen eines Kandidaten für die Senatorwahl. Er merkt sofort, dass dies ein edler Mann ist, der ehrliche Zwecke verfolgt, ganz ohne Hintergedanken. Dieser Kandidat hat verloren.
Kurz darauf ist er auf der Siegesfeier des Gewinners der Wahl. Er hält eine Rede, mit vielen vielversprechenden Worten. Sam jedoch hört die wahren Gedanken, die wahren Absichten des neuen Senators, der nur durch Korruption und Betrug diese Macht erlangt hat.
Doch dann sieht er Hoffnung: Vier Demonstranten. Er beschließt sich ihnen anzuschließen und stürzt den Darsteller des Uncle Sam.
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Fazit Ich glaube das genügt, um euch einen Eindruck über U.S. zu vermitteln. Es geschah selten, dass ich von einem Comic so fasziniert war, wie von U.S. U.S. öffnet einem die Augen und zeigt einem das wirkliche USA, hinter den Vorstellungen des American Dream of Life. Das wahre Amerika ist nicht das, was es zu sein scheint. In Wirklichkeit ist es hässlich, abscheulich. Es ist faszinierend, wie Alex Ross es schafft, dies dem Leser darzulegen. U.S. ist eine Geschichte, die schon lange hätte erzählt werden müssen. Für mich ist es nach dem Lesen auf jeden Fall zu einem meiner Lieblinscomics geworden. Ich habe schon oft gesagt: "Kauf dies, kauf das!", aber dieses Mal ist es mein absoluter Ernst. |
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© 2001 by Stefan Zilly & Comicfanpage (www.comicfanpage.de) Uncle Sam and all related figures are trademarks of Speed Comics © 2001 |
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