US-GREEN ARROW #1
(DC Comics; EVT: April 2001; 24 Seiten; $2,50)

AUTOR: Kevin Smith
ZEICHNER: Phil Hester
INKER: Ande Parks
FARBEN: Guy Major
REDAKTION: Bob Schreck
LETTERING: Sean Konot

Die erste Ausgabe, der nun endlich wieder erscheinenden Serie Green Arrow, dreht sich zuerst mal nicht um Green Arrow selbst, sondern um seine Freunde, Partner u. Familie. Die ersten, auf die wir dabei treffen, sind Superman und Batman, die auf einem Hochhaus in Metropolis über alltägliche Dinge philosophieren, unter anderem über ihre Meinung zu Hal Jordan. Plötzlich verlässt etwas kleines Supermans Körper. Was es war lässt sich nicht herausfinden.

Danach begleiten wir Arsenal, der in New York die Unterwelt aufmischt. Dabei erinnert er sich an sein Training mit Ollie als Speedy, wie er ihm beigebracht hat auf den richtigen Zeitpunkt zu warten. Besonders erinnert er sich daran, wie Ollie einen Wassertropfen getroffen hatte, der direkt aus einem Wasserhahn auf den Boden tropfte. Er selbst hatte es nicht geschafft. Nun hat er vieles gelernt. Als sich ein Dealer mit einem Röhrchen Koks reinschnupfen will, schafft er es den richtigen Zeitpunkt abzuwarten und ihm im richtigen Moment das Röhrchen aus dem Mund zu schießen. Der Rest ist ein Kinderspiel.

Danach ist Ollies Ex-Freundin Black Canary dran, die sich an ihre gemeinsame Zeit mit Ollie erinnert. Sie erinnert sich aber nicht nur mit Freude daran, denn sie ist der festen Überzeugung, Ollie hätte ihr Leben zerstört. Diese ganzen Gedanken kommen ihr dabei, als sie einen Mann daran hindert seine Frau zu schlagen.

Der letzte, der beleuchtet wird, ist Connor Hawke, der ins Kloster zurückgekehrt ist, um dafür zu beten, dass sein Vater noch lebt, um ihn endlich richtig kennenzulernen und ihn als sein Vater akzeptieren zu können, damit sein Leben endlich wieder einen Sinn bekommt.

Letzter Szenenwechsel. Star City. Ein Mann wird auf der Straße von zwei Straßenräubern attackiert und ausgeraubt. Auf einmal bekommt der eine einen Pfeil, mit einer darangeklebten Gabel durch den Arm gejagt, der andere bekommt einen mit einer hinmontierten Flasche an den Kopf geknallt. Der einzig wahre Green Arrow ist zurück: Ollie Queen, mit einem Bart, der seit Jahren nicht mehr rasiert wurde, mit Kleidung, die dem letzten Penner gehören könnte und mit einem billig zusammengebastelten Pfeil. Aber das ist egal. Ollie Queen ist zurück!

FAZIT:

Zur Recht ist dies das meisterwartete Heft der letzten Jahre. Zu Recht war es einen Tag vor Veröffentlichungstermin ausverkauft. Wie Kevin Smith die Psyche der Charaktere darstellt und ihr Innerstes darlegt, ist grandios. Und eine bessere Rückkehr als diese hätte ich mir nicht vorstellen können. Einzig die Zeichnungen dürften etwas ungewöhnlich sein und nicht jedem gefallen. Kauft euch dieses Heft, aber wartet noch bis zum 24., denn ich bin mir zu mindestens 95% sicher, dass diese Serie in irgendeiner Form auf deutsch erscheint.

© der Rezension liegt bei Ghost Rider und Comicfanpage.de, kopieren nur mit schriftlicher Genehmigung und eindeutiger Quellenangabe
Alle in der Rezension benutzten Figuren sind trademarks von DC Comics