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Erlangen |
| Mein Bericht zum Comic Salon Erlangen 2002 |
Im Vorfeld war Erlangen 2002 nicht so groß angekündigt wie die 2 Salons in den letzen 4 Jahren zuvor. Die Verlage hielten sich mit Superstars zurück und man merkte dem Salon auch an, dass er kleiner, überschaubarer wurde. Eine leichte Enttäuschung war auch, dass sowohl Bryan Hitch, Paul Neary und auch John Bolton kurzfristig absagen mussten. Die Zeit, in der Comics boomten ist abgelaufen, nichtsdestotrotz gab es wieder einmal einen Salon, den kein echter Comicfan verpasst haben sollte. Erlangen ist nun einmal das Mekka der Comicunterhaltung. Weder die Comic Action in Essen oder die Buchmessen in Leipzig und Frankfurt können da halbwegs rankommen.
Jetzt zu meinen Erlebnissen in Erlangen: Wir (Julie + ich) kamen am Samstag an und verließen Erlangen Sonntag Nachmittag. Die Zeit dazwischen war wieder einmal die schönste, die ein Comicfan erleben kann. In Erlangen wollte ich nicht "arbeiten", sondern einfach nur den Fanboy raushängen lassen.
Der Samstag neigte sich dem Ende zu. Aber auch nach Salonschluss gab es nur ein Gesprächsthema: Comics! In unserer Unterkunft lernten wir viele nette Leute kennen, die sich den Comic Salon nicht entgehen lassen wollten und führten bis in die Nacht Gespräche über das bebildete Medium.
Nach einer zu kurzen Nacht gingen wir früh los, um uns mit dem neuen Comicfanpage-Redakteur Lolek zu treffen. Lolek hatte die Chance, zur Max- und Moritz-Gala zu gelangen. So unterhielten wir uns unter anderem über die verhältnismäßig pannenfrei über die Bühne gelaufene Vergabe des wohl immer noch wichtigsten deutschen Comicpreises. An dieser Stelle noch mal ein "Herzliches Willkommen" von der ganzen Redaktion an Lolek.
Bald schon öffnete der Salon zum letzten mal in diesem Jahr seine Pforten und wir drei trennten uns. Ich verbrachte den ersten Teil des Sonntags damit, die Verkäufer auf dem Messegelände um die besten Schnäppchen zu erleichtern. So konnte ich nicht widerstehen bei der "Green Lantern Box #3", die am Ende der Dino-Ära erschien. Wo wir gerade bei Dino sind: Dieser Verlag bzw. besser gesagt diese AG war dieses Jahr nicht einmal auf dem Salon vertreten. Man vermisste die ehemals so großen Dinos irgendwo und wir wünschen ihnen, dass sie sich hoffentlich wieder (vermutlich vor allem finanziell) erholen und 2004 wieder mit von der Partie sind.
Der Comic Salon 2004 wird bestimmt ebenso ein Erlebnis sein wie dieser Salon werden. Auf jeden Fall werde ich abermals meinen Horizont erweitern können und auf so vielen Rahmenveranstaltungen wie möglich anwesend sein. Denn für dieses wichtige Merkmal des Erlangener Comic-Salons hatte ich diesmal leider zu wenig Zeit. Vielleicht haben ja auch ein paar mehr Comicfanpage-Redakteure die Zeit, vorbeizukommen. Und hoffen wir, dass es nicht wieder einen spürbaren Besucherzahlenrückgang geben wird.
Aber ein steht fest: Erlangen - ich komme wieder!
Ben
Die Mangagirlie-Schwemme blieben leider größtenteils aus, aber es gab schon einige. Mehr Mangafans hätten wohl vor allem mehr Umsatz bedeutet. Und eben dieser war schon mal besser in der Comicwelt.
Am Samstag kümmerte ich mich die meiste Zeit darum, Lücken in meiner Sammlung zu stopfen oder meinen Horizont zu erweitern. Vor einem halben Jahr las ich ausschließlich amerikanische Comics, mittlerweile auch europäische und japanische. Ich kann jedem "einseitigem" Leser empfehlen, auch mal was anderes aus zu probieren, da man sonst wahre Comicperlen verpasst.
Zurück zu Erlangen: Da am Samstag der große Markt war saß bestimmt nicht nur mir das Portemonnaie locker. Aber da viele Comics spottbillig verscherbelt wurden gab's bestimmt keinen, der jetzt nur noch von Wasser und Brot leben muss.
Der Samstagnachmittag stand für uns ganz im Zeichen der Kunst. Im großen Saal standen und staunten wir vor so manch einer Originalzeichnung eines großen Comickünstlers. Der Saal an sich war jedoch völlig unpassend, er wirkte zu beengend und zu düster. Aber die Leuchtschwerter waren eine gute Idee.
Schnell noch ein Abstecher in die ComicCom, das Internetcafe, gemacht, um das Internet nicht zu schmerzlich vermissen zu müssten, beeilten wir uns zum Stand von Speed Comics, um Darick Robertson ("Transmetropolitan", "Fury") zu treffen und um von ihm ein Autogramm und eine Zeichnung zu bekommen. Nach ungefähr 2 (!) Stunden Warten konnten wir uns von sehr freundlichem Mr. Robertson eine Zeichnung auf ein T-Shirt und eine Signatur auf ein Transmet-Heft erhaschen. Bilder folgen demnächst.
Da es Sonntag sehr ruhig losging nutzte ich meine Chance, um meinen Horizont erneut zu erweitern und mir einen Laska-Comic zu kaufen. So kam ich ins Gespräch mit dem sehr netten Gerhard Schlegel von Laska, der mir auch noch 2 Zeichnungen anfertigte. Das zweite Bild wird nachgereicht. Ich bin mir sicher, das dies nicht mein letzter Laska-Comix war. Für die, die Laska nicht kennen: auf der sehr schön aufgemachten Website des Verlages, www.laska.com, findet man alles Wissenswerte und noch viel mehr über Laska.
Bevor wir wieder abreisen mussten genehmigten wir uns noch einen Spaziergang durch das verschlafene, ruhige aber auch schöne Erlangen. Total geschafft mit weichen Beinen fuhren wir wieder nach Hause.